[DE-SBB] Ms. or. quart. 343 — Maṣḥafa bǝrhān — መጽሐፈ፡ ብርሃን፡ | Kütüphane.osmanlica.com

[DE-SBB] Ms. or. quart. 343 — Maṣḥafa bǝrhān — መጽሐፈ፡ ብርሃን፡

İsim [DE-SBB] Ms. or. quart. 343 — Maṣḥafa bǝrhān — መጽሐፈ፡ ብርሃን፡
Basım Tarihi: copy: ca. 14./15. Jh.
Basım Yeri Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz - Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Tür Kitap
Dil Geez dili
Dijital Evet
Yazma Evet
Sayfa Sayısı 123
Fiziksel Boyutlar 21 x 16 cm
Kütüphane: Kalamos
Demirbaş Numarası Ms. or. quart. 343
Kayıt Numarası DE1Book_manuscript_00004661
Lokasyon Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Tarih copy: ca. 14./15. Jh.
Notlar äthiopischer Einband mit Holzdeckeln. Hellbraunes, punziertes Leder mit Kreuzmotivik auf der Vorder-und Rückseite — große Schrift; viele Abkürzungen und einige Schreibfehler, ab Bl.87f fehlen die Zahlen, Bl.25v ist lückenhaft, Bl.66r ist fehlerhaft — Zierleisten (ḥarag) auf Bl.2r, Bl.3r — black, red — Ethiopian script — parchment — መጽሐፈ፡ ብርሃን፡ (Maṣḥafa bǝrhān) d.h. Buch des Lichts, so genannt, weil es zur rechten Verehrung Gottes und Jesu, welche beide „Licht" sind, antreibt. Es ist eine von König Zarʾa Yāʿqob erlassene Kirchenordnung, in Form von Ansprachen, Ermahnungen und Verordnungen an seine geistlichen und weltlichen Untertanen, worin er die Reformen, die er in Kirche und Kult vornahm, aus den 81Büchern begründet. Neben der Thematik des Volksglauben (Magie), sind es namentlich die Abweichungen von den im Senodos, und der Didascalia vorgeschriebenen Bräuchen, welche ihn zu diesem reformatorischen Werk veranlassten. Fast durch das ganze Buch spricht der König selbst in der 1 Person; nur in wenigen Abschnitten ist von ihm in der 3 Person die Rede. Die Anordnung der Materien ist nicht sehr streng; es sind eine Menge lose oder nur äußerlich zusammenhängender Abschnitte, und auf manche Themen kommt er an 2, 3 verschiedenen Orten zu sprechen. Die Grundreform jedoch, auf welche er von Anfang bis zu Ende immer wieder zurückkommt, ist die Herstellung der kirchlichen Feier des Sabbaths oder 7ten Wochentags, welche zu seiner Zeit viele Gegner hatte, die er aber zusammen mit den beiden Metropoliten ʾAbba Michael und ʾAbba Gabriel und dem Bischof Johannes durchsetzte. Bei d'Abbadie Nr. 69 handelt es sich um ein weiteres Exemplar des Buches. 1. Bl.2: Glaubensbekenntnis und strenge Verordnung, die beiden Sabbate (Samstag und Sonntag) zu feiern und an denselben zur Kirche zu gehen. 2. Bl.3-49r: die erste größere Reihe von Ansprachen, in den Sabbatgottesdiensten vorzulesen, mit der auch bei den folgenden Hauptabschnitten zu Anfang stehenden Eingangsformel: በስመ ፡ አብ ፡ ወወልድ ፡ ወመንፈስ ፡ ቅድስ ፡ አሐዱ ፡ አምላክ ፡ በቅድስት ፡ ሥላሴ ፡ እንዘ ፡ አአምን ፡ ወእትመኃዐን ፡ እክሕደከ ፡ ሰይጣን ፡ በቅድመ ፡ ዛቲ ፡ እምየ ፡ ቤተ ፡ ክርስቲያን ፡ እንተ ፡ ይእቲ ፡ ስምእየ ፡ (sic) ማርያም ፡ ጽዮን ፡ ለዓለመ ፡ ዓለም ፡ አሜን ፡  - darin wieder viele Unterabschnitte. 3. Bl.49r-68r: ein von Montag bis Sonnabend der Karwoche zu lesender Dərsan. Von der besonderen Heiligkeit dieser Karwoche, besonders des Karfreitags und stillen Sabbats; sowie weitere theologische Abhandlungen. 4. Bl.68r-90: die Gottesdienstordnung für Sabbat und Sonntag; Aufzählung der Verrichtungen, die an diesen Tagen nicht erlaubt sind, und der Verunreinigungen, die vom Gottesdienst ausschließen; Mahnung nicht vor der Kommunion die Kirche zu verlassen; Einschärfung der apostol. Ordnung bei der Feier des Sakraments; Exkommunikation derer, die Zarʾa Yāʿqob nicht als König anerkennen wollten, durch den Patriarchen von Alexandria; man soll kein fremdes Feuer in die Kirche bringen, nicht innerhalb der Kirchenmauern essen und trinken; überall das Kreuzeszeichen anwenden, und statt des ማዕተብ፡ am Hals lieber den Namen des Dreieinigen als Abzeichen auf der Stirn tragen, die Lesung des A.T. und sämtlicher hl. Schriften in den Kirchen nicht vernachlässigen; die Gedenktage der Toten richtig einhalten; über die Behandlung der kirchlichen Spenden, man soll die (einzeln aufgezählten) Feste der Maria, der Erzengel, Propheten und Apostel richtig feiern; jeder Hausvater soll Morgens vor Beginn des Geschäfts seine Hausleute zum Gebet versammeln; gegen die Stephaniten, gegen die Annahme von Namen, die nicht in den 81 Schriften vorkommen: über die Gebete, die immer zu beten sind; über den Aberglauben und Strafen dagegen. Ein langer gereimter Schluss. 5. Bl.91-108: Dərsan, am Sonntag vorzulesen; über die Würde des Sabbat und des Sonntag in der christlichen Kirche; mit langem gereimtem Schluss. 6. Bl.108r-113v: die Gebete und das Ritual bei der letzten Ölung. Über den Grund der Benennung gibt Bl.110r Aufschluss. 7. Bl.113v-117v: Anweisung zur Vorsicht beim Sakrament (dass kein Brot und Wein zu Boden falle oder profaniert werde), mit den Strafbestimmungen gegen die dabei vorkommenden Vergehen. 8. Bl.117-120: Rückblick auf seine im 16ten Regierungsjahr bewirkten Reformen der Sabbatfeier und der Abschaffung des weltlichen Lehrers bei den ደቂቀ፡ ማዕቀበ፡ እግዚእ; wie es ihm gelungen ist, in den Dabtara-Kirchen den regelmäßigen Gottesdienst durchzusetzen, welche Dotation er zu diesem Zweck machte, etc..
Sınıf numarası Ms. or. quart. 343
Koleksiyon Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Editör Datenübernahme SBB/SiSey
Lisans CC0 1.0
Çoğaltma Mikrofilm, Hs or sim 04403
Düzenleme durumu First input complete
Katalog Dillmann 38

[DE-SBB] Ms. or. quart. 343 — Maṣḥafa bǝrhān — መጽሐፈ፡ ብርሃን፡

Basım Tarihi copy: ca. 14./15. Jh.
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Yazma Evet
Sayfa Sayısı 123
Fiziksel Boyutlar 21 x 16 cm
Kütüphane Kalamos
Demirbaş Numarası Ms. or. quart. 343
Kayıt Numarası DE1Book_manuscript_00004661
Lokasyon Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
Tarih copy: ca. 14./15. Jh.
Notlar äthiopischer Einband mit Holzdeckeln. Hellbraunes, punziertes Leder mit Kreuzmotivik auf der Vorder-und Rückseite — große Schrift; viele Abkürzungen und einige Schreibfehler, ab Bl.87f fehlen die Zahlen, Bl.25v ist lückenhaft, Bl.66r ist fehlerhaft — Zierleisten (ḥarag) auf Bl.2r, Bl.3r — black, red — Ethiopian script — parchment — መጽሐፈ፡ ብርሃን፡ (Maṣḥafa bǝrhān) d.h. Buch des Lichts, so genannt, weil es zur rechten Verehrung Gottes und Jesu, welche beide „Licht" sind, antreibt. Es ist eine von König Zarʾa Yāʿqob erlassene Kirchenordnung, in Form von Ansprachen, Ermahnungen und Verordnungen an seine geistlichen und weltlichen Untertanen, worin er die Reformen, die er in Kirche und Kult vornahm, aus den 81Büchern begründet. Neben der Thematik des Volksglauben (Magie), sind es namentlich die Abweichungen von den im Senodos, und der Didascalia vorgeschriebenen Bräuchen, welche ihn zu diesem reformatorischen Werk veranlassten. Fast durch das ganze Buch spricht der König selbst in der 1 Person; nur in wenigen Abschnitten ist von ihm in der 3 Person die Rede. Die Anordnung der Materien ist nicht sehr streng; es sind eine Menge lose oder nur äußerlich zusammenhängender Abschnitte, und auf manche Themen kommt er an 2, 3 verschiedenen Orten zu sprechen. Die Grundreform jedoch, auf welche er von Anfang bis zu Ende immer wieder zurückkommt, ist die Herstellung der kirchlichen Feier des Sabbaths oder 7ten Wochentags, welche zu seiner Zeit viele Gegner hatte, die er aber zusammen mit den beiden Metropoliten ʾAbba Michael und ʾAbba Gabriel und dem Bischof Johannes durchsetzte. Bei d'Abbadie Nr. 69 handelt es sich um ein weiteres Exemplar des Buches. 1. Bl.2: Glaubensbekenntnis und strenge Verordnung, die beiden Sabbate (Samstag und Sonntag) zu feiern und an denselben zur Kirche zu gehen. 2. Bl.3-49r: die erste größere Reihe von Ansprachen, in den Sabbatgottesdiensten vorzulesen, mit der auch bei den folgenden Hauptabschnitten zu Anfang stehenden Eingangsformel: በስመ ፡ አብ ፡ ወወልድ ፡ ወመንፈስ ፡ ቅድስ ፡ አሐዱ ፡ አምላክ ፡ በቅድስት ፡ ሥላሴ ፡ እንዘ ፡ አአምን ፡ ወእትመኃዐን ፡ እክሕደከ ፡ ሰይጣን ፡ በቅድመ ፡ ዛቲ ፡ እምየ ፡ ቤተ ፡ ክርስቲያን ፡ እንተ ፡ ይእቲ ፡ ስምእየ ፡ (sic) ማርያም ፡ ጽዮን ፡ ለዓለመ ፡ ዓለም ፡ አሜን ፡  - darin wieder viele Unterabschnitte. 3. Bl.49r-68r: ein von Montag bis Sonnabend der Karwoche zu lesender Dərsan. Von der besonderen Heiligkeit dieser Karwoche, besonders des Karfreitags und stillen Sabbats; sowie weitere theologische Abhandlungen. 4. Bl.68r-90: die Gottesdienstordnung für Sabbat und Sonntag; Aufzählung der Verrichtungen, die an diesen Tagen nicht erlaubt sind, und der Verunreinigungen, die vom Gottesdienst ausschließen; Mahnung nicht vor der Kommunion die Kirche zu verlassen; Einschärfung der apostol. Ordnung bei der Feier des Sakraments; Exkommunikation derer, die Zarʾa Yāʿqob nicht als König anerkennen wollten, durch den Patriarchen von Alexandria; man soll kein fremdes Feuer in die Kirche bringen, nicht innerhalb der Kirchenmauern essen und trinken; überall das Kreuzeszeichen anwenden, und statt des ማዕተብ፡ am Hals lieber den Namen des Dreieinigen als Abzeichen auf der Stirn tragen, die Lesung des A.T. und sämtlicher hl. Schriften in den Kirchen nicht vernachlässigen; die Gedenktage der Toten richtig einhalten; über die Behandlung der kirchlichen Spenden, man soll die (einzeln aufgezählten) Feste der Maria, der Erzengel, Propheten und Apostel richtig feiern; jeder Hausvater soll Morgens vor Beginn des Geschäfts seine Hausleute zum Gebet versammeln; gegen die Stephaniten, gegen die Annahme von Namen, die nicht in den 81 Schriften vorkommen: über die Gebete, die immer zu beten sind; über den Aberglauben und Strafen dagegen. Ein langer gereimter Schluss. 5. Bl.91-108: Dərsan, am Sonntag vorzulesen; über die Würde des Sabbat und des Sonntag in der christlichen Kirche; mit langem gereimtem Schluss. 6. Bl.108r-113v: die Gebete und das Ritual bei der letzten Ölung. Über den Grund der Benennung gibt Bl.110r Aufschluss. 7. Bl.113v-117v: Anweisung zur Vorsicht beim Sakrament (dass kein Brot und Wein zu Boden falle oder profaniert werde), mit den Strafbestimmungen gegen die dabei vorkommenden Vergehen. 8. Bl.117-120: Rückblick auf seine im 16ten Regierungsjahr bewirkten Reformen der Sabbatfeier und der Abschaffung des weltlichen Lehrers bei den ደቂቀ፡ ማዕቀበ፡ እግዚእ; wie es ihm gelungen ist, in den Dabtara-Kirchen den regelmäßigen Gottesdienst durchzusetzen, welche Dotation er zu diesem Zweck machte, etc..
Sınıf numarası Ms. or. quart. 343
Koleksiyon Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz
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